Über Hopfenhelden

craft beer magazin hopfenheldenNennen wir es einfach Craft Beer. Weil das Kind ja einen Namen braucht. Und weil der eigentlich so schlecht nicht ist: craft wie Handwerk, beer wie Bier. Wobei Bier ja eben nicht einfach Bier ist. Und genau darum geht es.

Im Craft Beer Magazin Hopfenhelden geht es um Bier, das nicht Mainstream und austauschbar, sondern anders ist, mal hardcore, mal nicht, strange, mutig, besonders. Und es geht um die Menschen, die dieses Bier brauen, verkaufen und trinken.

Woher kommt Craft Beer?

Angefangen hat es in den USA der 1970er. Als Biertrinker da die Wahl hatten zwischen Coors, Miller und Anheuser Bush. Im Grunde hatten sie also gar keine Wahl, sondern nur mittelschlechte, kaum unterscheidbare Industriebiere vor sich. Deswegen fingen sie an, selbst zu brauen. Aus den besten „homebrewers“ wurden „microbreweries“, die ihre Biere in der Gegend verkauften.

Das tun sie bis heute, nur dass Craft Beer mit der Whole-Foods-besser-Esser-Hipster-Ära populärer wurde. Samuel Adams, Sierra Nevada, Stone Brewing und Brooklyn Brewery produzieren heute immense Mengen und verkaufen weltweit statt nur im Pub um die Ecke.

Genau definiert ist der Begriff Craft Beer nicht. Sicher ist: Es geht immer um Unabhängigkeit. Von Konzernen, von großen Brauereien. Es geht um Unterscheidbarkeit und Geschmacksvielfalt, darum, außergewöhnliche Non-Mainstream-Biere zu machen, ungewöhnliche Braustile, ausgefallene Rezepturen. Es geht darum, kein beliebiges Massenprodukt zu sein, sondern Bier, das von Menschen und nicht Maschinen, von Hand und Herzen und nicht einfach nur um damit Gewinn zu machen gebraut wird.

So kam die Idee Craft Beer in die alte Welt. Von den USA nach Großbritannien. Nach Skandinavien. Und ganz langsam auch nach Deutschland.

Und bei uns?

Natürlich: In Deutschland gibt und gab es immer schon gutes Bier. Es gibt und gab auch immer schon unabhängige, kleine Brauereien. Doch wenn man ehrlich ist, bleibt die Auswahl an Bierstilen, die da gebraut werden, überschaubar. Helles, Weizen, Pils. Mal Dunkel, mal Kölsch, mal Alt. Und ja, hier ein Keller- und da ein Rauchbier. Aber sonst?
Es ist genug Platz für Craft Beer Brauer in Deutschland. Und die kommen, mehr und mehr. Sie ticken anders als lederhosige Traditionsbrauer, sie sind mutiger als die Großen, die immer den Vielen gefallen wollen. Oft sind Craft Brewer Quereinsteiger. Nie reine Geschäftsleute. Immer eigensinnig.
Und das hier sind ihre Geschichten.

 

Nina Anika Klotz (Foto: Stefan Peters)

Nina Anika Klotz (Foto: Stefan Peters)

Die Redaktion

Nina Anika Klotz trinkt qua Geburt gerne Bier. So als Bayerin. Bis vor ein paar Jahren dachte sie, auch eigentlich immer recht gutes Bier zu trinken, Helles nämlich und Weißbier. Ohne Schuss und Zitrone natürlich. Aber dann hat sie ihr erstes richtig gut gemachtes IPA probiert. Seit dem glaubt sie fest, dass Craft Beer sich auch in Deutschland durchsetzt. Die 32-Jährige lebt und arbeitet als freie Autorin in Berlin. Sie schreibt unter anderem für Zeit Online, Effilee, Business Punk und Capital, und am liebsten über Bier. Craft Beer. Weil die Menschen dahinter oft ziemlich gute Geschichten zu erzählen haben. Deshalb gründete sie im Herbst 2013 mit Hopfenhelden Deutschlands erstes Craft Beer Magazin. Im Frühling 2015 legte sie erfolgreich die praktische und theoretische Prüfung zur Diplom-Biersommelière an der Doemens Brauerakademie ab.

Sie ist zur erreichen unter nina@hopfenhelden.de

 

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