Seit 1998 organisiert Bernd Noll, Geschäftsführer der Alpha Marketing GmbH, die Mainzer Bierbörse sowie weitere Bierbörsen in Pforzheim, Leipzig und Karlsruhe. Im HOPFENHELDEN-Interview spricht er über das Erfolgsgeheimnis des traditionsreichen Bierfestes in Rheinland-Pfalz, zu dem in diesem Jahr mehr als 30.000 Besucher erwartet werden, und erklärt, warum die Mainzer Bierbörse 2026 insbesondere Craft-Beer-Brauereien neue Chancen eröffnet.
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Mainzer Bierbörse 2026: Vom 3. bis 5. Juli 2026 verwandelt sich das Rheinufer in Mainz in eine Bühne für internationale Biervielfalt und handwerkliche Braukunst.
Die Mainzer Bierbörse gibt es seit über 26 Jahren – was ist das Erfolgsgeheimnis dieser Veranstaltung?
Bernd Noll: Die Mainzer Bierbörse ist nach über 26 Jahren eine Traditionsveranstaltung in Mainz. Viele Aussteller sind seit dem ersten Tag dabei – ebenso unzählige Besucher. Jeder Bierstand hat im Laufe der Jahre, ähnlich einer gemütlichen Kneipe, seine Stammkunden gewonnen. Jedes Jahr kommen neue Sorten und Stände hinzu und machen die Besucher neugierig. Die Bierbörse in Mainz lebt auch von der Vielfalt der Besucher jeglichen Alters, von der fröhlichen Stimmung und dem herrlichen Ambiente am Rhein. Die Mainzer Bierbörse gehört zu dieser quirligen, feierfreudigen und weltoffenen Landeshauptstadt.

Warum habt Ihr Euch entschieden, 2026 Craft Beer besonders in den Fokus zu rücken?
Bernd Noll: Im Rhein-Main-Gebiet und speziell in Mainz gibt es eine lange Bier- und Brauertradition. Auch Craft Beer war in Mainz von Anfang an ein Thema. Natürlich sind die klassischen Biere der Mittelpunkt der Bierbörse – die große Masse der Bierfreunde kommt eben wegen der nationalen und internationalen Biere. Doch neben den vielen Craft-Beer-Freunden, die bereits die Bierbörse besuchen, sind auch andere Besucher offen und interessiert an neuen Geschmackskreationen, besonders an hochwertigen und außergewöhnlichen Zutaten sowie handwerklicher Braukunst.
Es ist eine Chance für Craft-Beer-Brauer, im Kontakt mit dem Konsumenten ihre Biere zu verkaufen und bekannt zu machen. Ehrliches Feedback ist garantiert!
Uns erreichen wöchentlich Anfragen von Besuchern nach Craft Beer auf der Mainzer Bierbörse sowie Anfragen interessierter Brauereien. Die Standgebühren der großen Bierstände sind für kleinere Brauer oft ein Hinderungsgrund für die Teilnahme. Deswegen haben wir nun einige kleinere Verkaufsflächen inmitten der Veranstaltung in begrenztem Umfang und zu Sonderkonditionen geschaffen.
Die Bierumsätze gehen zurück – welche Chancen siehst du gerade jetzt für handwerklich gebraute, individuelle Bierspezialitäten?
Bernd Noll: Auch Wein und Spirituosen haben große Absatzprobleme, weil sich das Konsumverhalten verändert hat und das Angebot insgesamt vielfältiger geworden ist. Spritzgetränke, alkoholfreier Wein und Bier sowie Mixgetränke verändern die Marktanteile der Segmente.
Wir können auf den Bierbörsen keinen linearen Absatzeinbruch verzeichnen – die Menschen kommen zur Bierbörse und wollen feiern. Ich denke jedoch, dass zu Hause immer weniger Alkohol konsumiert wird. Die Menschen strömen weiterhin zu schönen und gepflegten Veranstaltungen, sind neugierig und offen.
Gerade bei den Bierbörsen stellen wir fest, dass es zuerst um Geschmack, Qualität, Optik und die Geschichte hinter dem Bier geht – der Preis ist am Ende eher zweitrangig. Ein Bier, das man einmal im Urlaub getrunken hat, ein Craft Beer mit dem Erzeuger und der Idee des Produkts am Zapfhahn, ein außergewöhnlicher Markenauftritt oder einfach nur ausgefallene Zutaten sind der Schlüssel zum Erfolg.
Lohnt sich der Schritt auf die Mainzer Bierbörse trotzdem?
Bernd Noll: Die Mainzer Bierbörse mit über 30.000 Besuchern an den drei Tagen ist eine außergewöhnliche Plattform, um Bierfreunden das selbst gebraute Craft Beer näherzubringen.
Die Möglichkeit, das Bier direkt vom Fass mit der persönlichen Expertise des Brauers am Zapfhahn zu verkosten – bei freiem Eintritt –, ermöglicht auch Kundengewinne außerhalb der klassischen Craft-Beer-Szene.
Neben den klassischen Glasgrößen hilft dabei unterstützend unser beliebtes 0,1-l-ProBIERglas, das wir allen Ständen ohne wirtschaftliches Risiko zur Verfügung stellen. Tausende dieser beliebten Gläser sind auf der Bierbörse im Umlauf und bieten den Besuchern die Möglichkeit, auch einmal neue Biere zu probieren. Der Preis für eine Füllung liegt in der Regel bei 2 Euro.

Infos zur Mainzer Bierbörse 2026 gibt es hier.
Den HOPFENHELDEN-Bierfestival-Kalender 2026 gibt es hier.
(Fotos + Logo: Alpha Marketing GmbH)
