leichtes Craft Beer

Das beste VATERTAGSBIER: Meine Empfehlungen

Nina Anika Klotz

So much to drink, so little time! Wir bräuchten da doch mal eine Empfehlung, bitte. Welches Bier ist das Beste? Craft Beer Professionals stellen ihre Favoriten vor. Heute: Nina Anika Klotz, Gründerin von Hopfenhelden.de, empfiehlt fünf leichte Craft Biere zum den ganzen Vatertag über trinken.

leichtes Craft Beer

Nina Anika Klotz sagt: Prost, Papas! (Foto: StP)

Väter! Hoch die Gläser! Auf Euch, ihr Kronen der Schöpfung!
Und, was wollen wir trinken zum Vatertag, Männer?
Klar: Männerbiere. Biere für echte Kerle, kernige Jungs. Weizen für wahre Kerle und Helles für Helden, ein Tässchen Hopfentee für die Testosterone.

Pf.

Auf ein Wort, liebe Leser*innen zum Thema „Männerbier“, „Frauenbier“ und so weiter: Bullshit! Bullshit ist das.
Es gibt kein Männerbier und kein Frauenbier. Es gibt gutes Bier und es gibt nicht so gutes Bier. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Weinsommelier Willi Schlögl aus Berlin hat einmal in einem Interview gesagt: „Wenn hier einer an meiner Bar sitzt und einen Wein trinkt, dann ist alles, was er wissen muss: Schmeckt der mir oder schmeckt der mir nicht.“ Das ist das einzige, was zählt, das einzige entscheidende Kriterium. Da müsse man nichts von gut eingebundenen Säuren und Tanninen und Lagen und Großen oder kleinen Gewächsen wissen. Man muss nur probieren und entscheiden: Schmeckt mir dieser Wein oder schmeckt er nicht. Ganz und gar aus tiefstem Herzen subjektiv.

Und genauso ist das auch bei Bier. Klar ist es schön, über Malze und Ester und Rezenz Bescheid zu wissen – aber letztlich entscheidend ist: Schmeckt mir dieses Bier oder nicht? Jedes Bier kann allen schmecken, Männern, Frauen, Kindern (im bierfähigen Alter, natürlich), Veganern, Pauschalurlaubern, Hipstern, Eigenheimbauern, allen.

Deshalb: Zum Vatertag mit den besten Wünschen an alle Väter, die, die es vielleicht noch werden, und jeden, der heute auf seinen Vater trinkt, eine völlig subjekte Liste von fünf Bieren an denen ich persönlich Spaß habe, die ich deshalb auch zu Vatertag wärmsten, nein, gut gekühlt oder besser noch korrekt temperiert empfehle und vor allem von denen man zur Feier des Tages auch ein paar Flaschen mehr trinken kann.
Fünf eher leichte Biere zum den Tag über trinken:

Tilmans Biere: Das Helle

Ein Bier, dass selbst im Bollerwagen eine gute Figur machen würde: Ein Helles halt, von dem man sich locker auch mal vier oder sieben reinstellen kann und zugleich doch kein „Helles halt“ sondern ein anderes, besseres Helles als viele. Craftig fruchtig gehopft, gestopft und kuschelig voll. Schönes Bier.

Wildwuchs: Fastmoker Pils

Schmeckt nach dem Craft Beer typischen Gedanken: „Ach, so kann das auch schmecken“. Ein Pils, das statt kalt-strahlig klar-fruchtig daher kommt, stramm trotzdem, mit Knack. Ein Bier, das man dem immer-schon-irgendein-Supermarkt-Pils-Trinker-Papa  ja mal mitbringen kann.

Hops Brewing: Kiwi Ale (Pale Ale)

Klar und straight, strukturiert, irgendwie im Geschmack. Ohne Frage ein sehr schönes Pale Ale, das das begehrte Siegel „gut trinkbar“ verdient und damit auch im Sixpack unter Vätern durchaus Sinn macht.

Brewbaker: Berliner Framboise

Wenn wir an Männer- und Frauenbieren glauben würden, fiele das natürlich in die Kategorie “Ladies” und hätte in der Vatertagsliste nichts verloren. Ihr Männer könnt nur froh sein, dass wir von diesem Quatsch nichts halten und euch dieses wirklich gute, prickelig-perlig, frisch-britzelige Bier nicht vorenthalten. Das lohnt sich nämlich

Kreativbrauerei Kehrwieder : ü.NN (alkoholfreies IPA)

Einer muss den Bollerwagen und die am Ende trotz all der leichten Biere dann doch betrunkenen Papas ja nach hause fahren. Das ist ein knackig herbes Alkholfreies, ohne die sonst typische „hier fehlt doch was“-Leere. Ernsthaft: Gutes Bier!

leichtes Craft Beer

Kikeriki, der Zapfhahn. (Foto: NAK)